Unicode Consortium: Apple schlägt behindertengerechte Emojis für 2019 vor
Mittlerweile gibt es am iPhone oder iPad Hunderte verschiedenster Emojis für fast alle Lebenslagen. Aber eben nur für fast alle: Menschen mit Behinderungen werden bisher ausgeklammert. Wenn es nach Apple geht soll damit ab dem nächsten Jahr Schluss sein.

In Cupertino hat man deshalb einen ausführlichen Vorschlag für behindertengerechte Emojis an das Unicode Consortium gesendet. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz im kalifornischen Mountain View hat es sich zur Aufgabe gemacht den Unicode-Standard weiterzuentwickeln und arbeitet mit der Internationalen Organisation für Normung „ISO" zusammen. Alle Mitglieder des Consortiums, zu denen u.a. auch Apple, Microsoft oder Adobe gehören, können Vorschläge für neue Emojis einreichen.
Apple schreibt zu Beginn seines Vorschlags:
„Apple fordert die Aufnahme von Emoji um Menschen mit Behinderungen besser vertreten zu können. Derzeit bieten Emoji eine breite Palette von Optionen, aber möglicherweise keine um die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen wiederzuspiegeln."
In dem Dokument folgen dann 13 neue Emojis die sich, wenn man Frauen, Männer und die verschiedenen Hautfarben berücksichtigt, auf insgesamt 45 addieren. Zu den neuen Zeichen zählen mehrere Blindenhunde mit Geschirr, sehbehinderte Menschen mit Blindenstock, ein Ohr mit Hörgerät, verschiedene Arten von Rollstühlen, ein Symbol für Schwerhörigkeit und die Abbildung einer Arm- und Beinprothese.
Über den Vorschlag von Apple wird bereits im April abgestimmt wenn sich das Unicode Consortium in der Adobe-Firmenzentrale in San Jose trifft. Fällt die Abstimmung positiv aus werden die neuen Emojis mit „Emoji 12.0" im ersten Halbjahr 2019 veröffentlicht.
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