YouTube aktualisiert Nutzungsbedingungen - Werbeoffensive befürchtet
Am 1. Juni treten die neuen Nutzungsbedingungen von YouTube in Deutschland in Kraft. Leidtragende sind die kleinen Content-Ersteller.

Ab dem kommenden Dienstag treten die neuen AGBs von Google für YouTube in Kraft. Die Änderungen werden von Google selbst als klein eingestuft. Wer sich die Änderungen jedoch genauer ansieht, dem wird auffallen, dass es sich im Ergebnis sehr wohl um einschneidende Änderungen handelt.
Aktuell ist es noch so, dass YouTube nur auf Kanälen Werbung schalten darf, die Teil des YouTube-Partnerprogrammes sind. YouTuber müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen (u. a. mindestens 1000 Abonnenten). Mit den neuen AGBs erteilt sich YouTube selbst das Recht, Werbung auf allen Kanälen zu platzieren, selbst wenn diese nicht am Partner-Programm teilnehmen. Unter dem weitreichenden Begriff der Monetarisierung wird die Werbeoffensive weiter ausgebaut. An den Erlösen der Werbeplatzierung werden die Content-Ersteller nicht beteiligt. Dabei ist es völlig unbedeutend, ob die einzelnen Uploader bereits andere Verträge zur Monetarisierung geschlossen haben.
Einnahmen, die über YouTube generiert werden, werden außerdem zukünftig als Tantieme eingestuft. Sofern eine gesetzliche Grundlage vorliegt, kann YouTube für diese Einnahmen anteilige Steuern einbehalten.
Kleine YouTuber am stärksten betroffen
Wie so oft, trifft es die Kleinsten am stärksten. Unter den veränderten AGBs leiden allen voran YouTuber, die nicht die Voraussetzungen für das Partnerprogramm erfüllen. In diesen Fällen wird kein Geld für platzierte Werbung bezahlt und YouTube bekommt dazu noch das Recht, eigenständig Werbung in diesen Inhalten zu platzieren ohne den Ersteller finanziell zu entschädigen.
In den USA gelten diese Nutzungsbedingungen zum Teil bereits seit November aktiv.
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