Apple plant Kopierfunktion zwischen iPhone und Windows

Apple will die lange bestehende Trennung zwischen iOS und Windows aufweichen. Im Zuge der europäischen Regulierung durch den Digital Markets Act arbeitet der Konzern an einer neuen Funktion, die Inhalte zwischen dem iPhone und dem Windows-PC austauschen kann. Der Auslöser ist ein formeller Antrag des Software-Riesen Microsoft, der Apple zur Kooperation zwingt. Die Planung sieht vor, dass Nutzer ab 2028 nahtlos zwischen den Geräten wechseln können.
Druck durch den Digital Markets Act
Microsoft hat am 25. März 2026 den offiziellen Antrag über Apples DMA-Portal eingereicht. Der Hersteller kritisierte, dass iOS-Apps nur im Vordergrund auf die Zwischenablage zugreifen dürfen. Eine permanente Synchronisierung im Hintergrund sei damit nicht möglich. Apple reagierte am 27. April 2026 und bestätigte die Annahme des Antrags. Drei Monate später legte der Konzern den konkreten Zeitplan für die Umsetzung vor.
Technik nach iOS-26.5-Standard
Die technische Architektur orientiert sich an den Frameworks, die Apple mit iOS 26.5 eingeführt hat. Konkret kommen dabei die Accessory Notifications und Accessory Live Activities zum Einsatz. Microsoft muss eine eigene Erweiterung entwickeln, die über das Accessory Transport Extension Framework agiert. Zur Paarung der Geräte nutzt das System das AccessorySetupKit. Ein Nutzer muss diese Kopplung einmalig auf dem iPhone freigeben, bevor Daten fließen.
Lange Entwicklungsphase bis 2028
Apple stuft den Projektumfang als signifikanten Engineering-Aufwand ein. Die finale Fertigstellung der Arbeit ist für den Herbst 2027 geplant. Anschließend erscheint eine Developer Beta für Tester, bevor die Funktion in einem öffentlichen Rollout veröffentlicht wird. Ein flächendeckender Rollout ist daher frühestens Anfang 2028 realistisch. Die Funktion wird zunächst wahrscheinlich nur für Nutzer in der Europäischen Union aktiv sein.
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