FAZ: Apple betreibt in Berlin ein Forschungslabor für das hauseigene Elektroauto-Projekt, Magna in Österreich soll es bauen
Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betreibt Apple in Berlin ein Forschungslabor mit bis zu 20 Mitarbeitern, die an der Entwicklung von Apples Elektroauto arbeiten. Die Produktion des Autos soll hingegen der österreichisch-kanadische Automobil-Auftragsfertiger Magna International übernehmen.
Dass Apple an einem eigenen Elektroauto arbeitet, sei ein offenes Geheimnis, sagte vor einiger Zeit der Unternehmer Elon Musk und Chef des Elektroautoherstellers Tesla Motors. Die größte Herausforderung von Elektroautos ist dabei ein reines Hardwareproblem, es geht nämlich darum eine praktikable Reichweite und andere Fahrleistungen zu ermöglichen.
Neben dem Elektroantrieb soll aber laut Gerüchten auch eine Selbstfahrfunktion Teil des Projekts sein. Diese Aufgabe benötigt dagegen gleichermaßen eine ausgeklügelte Hardware in Form von Sensoren und datenverarbeitenden Computern samt der dazugehörigen Software, die darauf läuft und das Ganze steuert.
Das wiederum zieht auch rechtliche Probleme nach sich, da selbstfahrende Autos ebenso Unfälle verursachen können und sich dann die Frage nach der Haftung stellt. Das war auch im Februar dieses Jahres bei Googles selbstfahrendem Auto der Fall, nachdem es im autonomen Modus einen Unfall verursachte, als es durch ein Ausweichmanöver mit einem Bus kollidierte.
Apple betreibt ein Forschungslabor in Berlin
In den letzten Wochen war es still um Apples Elektroauto-Projekt, welches unter dem Codenamen Titan läuft. Nun meldet sich überraschend die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu diesem Thema zu Wort und hat interessante Neuigkeiten parat. So habe die Zeitung aus informierten Kreisen erfahren, dass Apple in Berlin ein Forschungslabor betreibe, wo 15 bis 20 Experten aus dem Bereich des Automobilbaus an der Entwicklung des Apple-Autos arbeiten.
Die Expertise dieser Mitarbeiter sei dabei breit gestreut. So wird das Ingenieurswesen und der Software- als auch Vertriebsbereich erwähnt. Die Mitarbeiter in Berlin seien dabei hauptsächlich junge Leute mit einem progressiven Denken, die bei ihren früheren und konservativen Automobilkonzernen nicht weiter gekommen seien, so die FAZ. Neben technischen Fragen sollen auch rechtliche und marktanalytische Fragen bezüglich der Konkurrenz gelöst werden, bis das "iCar" 2019 bis 2020 als Kleinwagen auf den Markt kommt.
Auftragsfertiger Magna in Österreich soll die Produktion übernehmen
Auch über den Auftragsfertiger und Helfer bei der Entwicklung des Autos hat die FAZ Details parat. Und zwar soll der österreichisch-kanadische Automobil-Auftragsfertiger und Entwickler Magna International dafür zuständig sein. Dieser hat nicht nur eigene Fahrzeuge entwickelt, sondern auch für eine ganze Reihe von großen Automobilkonzernen die Produktion übernommen. Dazu gehören Mercedes-Benz, Chrysler, SAAB oder auch BMW. Was BMW angeht, so hat Magna den SUV BMW X3 nicht nur produziert, sondern auch mitentwickelt.
Da Apple selbst auf diesem Gebiet keinerlei Erfahrung hat, war es eigentlich auch schon von vornherein klar, dass sich das Unternehmen Experten im Automobilbau ins Boot holen muss. So gab es seit dem Auftauchen dieser Gerüchte vor etwa einem Jahr immer wieder kritische Stimmen aus der Automobilbranche. Die mehr oder weniger einhellige Meinung war dabei, dass sich Apple mit diesem Projekt übernehme. Nicht nur die Technik ist neu für Apple, sondern auch die rechtlichen Fragen und die Sicherheitsanforderungen und regulatorischen Vorgaben seien ein ganz anderes Kaliber, so beispielsweise der frühere General Motors Chef Dan Akerson.
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