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Von Intel auf ARM: Der Hintergrund zum Wechsel der Mac-Chips

Eine monumentale Phase für Apples Mac beginnt in wenigen Monaten - die ersten Modelle ohne Intel-Chips werden ausgeliefert. Und während ein paar Gründe dafür offen auf der Hand liegen, erklärt ein Ex-Mitarbeiter von Intel dass jene tiefer gehen als gedacht.

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AppTickerTeam
26.06.20203 Min. Lesezeit
Von Intel auf ARM: Der Hintergrund zum Wechsel der Mac-Chips
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Die Ankündigung bei der Keynote der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC), dass Apples Mac von den traditionellen Prozessor-Chips von Intel auf das neue Apple Silicon weichen will, kam zwar als bahnbrechende Neuerung für Mac aber nicht als riesige Überraschung. Schon im Vorfeld haben sich viele Quellen über den Wechsel geäußert und Apples Wunsch nach einer geteilten Infrastruktur für alle eigenen Geräte dabei als Grund gezogen. Schon mit dem in iPhones und iPads integrierten A4-Chip ab 2010 ist die Idee der Abspaltung von Intel in den Raum geworfen worden, aber niemand hätte raten können dass der eigentliche Schritt noch zehn weitere Jahre brauchen würde. Und die geteilte Innenarchitektur ist definitiv als Hauptgrund genutzt worden, da jene sowohl Apples Produktion als auch den Entwicklern von Apps selbst stark zugute kommt; es gibt jedoch noch weitere Gründe die zu der Entscheidung geführt haben. Speziell einer betrifft die bisherigen Intel-Chips die Vorgängermodelle des Macs benutzt haben.

Ab 2015 führte Apple in Kooperation mit Intel die Skylake Prozessoren für Mac ein. Dies könnte als Wendepunkt in der Entscheidung der Manufaktur von eigenen Chips gesehen werden, denn ehemaliger Intel-Techniker François Piednoël gab in einem neuen Interview mit PCGamer so bekannt dass Skylake immer wieder große Probleme für Apple hervorgerufen hat. So erklärt der Ex-Techniker:

"Die Qualitätssicherung bei Skylake war mehr als nur ein Problem, [...] es war abnormal schlimm. Wir bekamen viel zu viele Entgegenhaltungen für kleine Dinge innerhalb von Skylake. Unsere Freunde bei Apple wurden praktisch die Nummer Eins aller Antragsteller in Sachen Probleme der Architektur. Und das lief sehr, sehr schlecht. Wenn dein Kunde anfängt genau so viele Bugs im System zu finden wie du es tust, bist du nicht auf dem richtigen Weg."

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte

Viele Jahre lang trugen Macs die Skylake Prozessoren mit sich - vom 2015er iMac über die 2016er MacBook und MacBook Pro Modelle und hinaus. Für den Ex-Mitarbeiter ist diese Reihe an Prozessoren der ausschlaggebende Grund für die Umsetzung des Wechsels; falls Skylake in der gegebenen Form nicht existiert hätte könnte Apple laut ihm nun immer noch mit Intel kooperieren.

"Für mich ist dies der Wendepunkt. Dies war der Punkt an dem die Apple Mitarbeiter, die ohnehin schon über einen Wechsel nachgedacht haben, sich das Gerät angesehen haben und gedacht haben: 'Tja, ich schätze wir müssen es tun'. Die schlechte Qualitätssicherung bei Skylake ist praktisch dafür verantwortlich, dass Apple die Plattform verlassen hat," so Piednoël.

Wichtig ist hinzuzufügen, dass dies nur die Meinung eines einzelnen Mitarbeiters wiederspiegelt und keinesfalls Fakten darstellt, egal wie hochrangig jener innerhalb Intel war und wie presseverliebt sich Piednoël schon in seiner ehemaligen Arbeit bewiesen hat. Man kann die Skylake Architektur, wenn man den Worten des Ex-Intel Mitarbeiter trauen kann, definitiv als Teil des Problems sehen, aber viele andere Punkte (wie die geteilte Innenarchitektur und die niedrigeren Produktionskosten) trugen zweifellos zur Entscheidung bei.

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